Gestern Abend Barfüßerkirche mit Sherlock Holmes bzw Jule, Dennis, Lorenz und Enrico, habe sie so ewig nicht gesehen und besucht. Hübsche Komödie, schönes Wiedersehen. Lorenz fragte nach meiner literarischen Arbeit (ich hab du gehört, du bist Buchhändler?):
Wie schreibst du die Sachen, wie geht das für dich vor so einem weißen Blatt?
(nicht ganz wahrheitsgetreue Antwort): Na du setzt dich hin und schreibst. Das ist erstaunlich banal, absolut nichts Spektakuläres. Da sitzen und mit dem Stift übers Papier oder den Fingern über die Tastatur. Das ist vollkommen öde und ohne jede Dramatik, wenn man da zugucken muss, kann man sofort einschlafen, ein Festival des Ereignislosen, ein Feuerwerk der Langeweile!
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Im Zug zurück steigt in Berlin ein Fotograf mit enormen Apparaten ein, wenn er über seinem weißen Hemd noch eine Weste trüge, könnte er zurückkehrender Kriegsfotograf sein. Ein Laptop und eine blassgraue Mappe mit Dokumenten. Am Bahnhof vorhin ein Werbeplakat für den Auswärtigen Dienst. Die Bewerbungen für den Höheren Dienst sind vorbei, aber die Prüfungen – Deutsch, Englisch C1, Französisch A2, dazu Russisch Kroatisch – würde ich ohne Probleme bestehen. Bock eh – wäre das eine Chance in einigen Jahren?